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12.10.2019 / Ansichten / Seite 8

Macrons Comeback

Deutsch-französische Rivalität in der EU

Simon Zeise

Als der französische Präsident Emmanuel Macron vor zwei Jahren ins Amt kam, war man in Berlin froh, endlich einen Schoßhund gefunden zu haben, den man an der langen Leine laufen lassen konnte. Der Emporkömmling schwor seine Landsleute auf einen Sozialkahlschlag nach deutschem Agenda-2010-Vorbild ein. Die Integration der EU wollte Macron vorantreiben, mit eigenem Budget und Finanzminister.

Mit dem Resultat, dass Macron im Dezember 2018 beinahe vor den »Gelbwesten« fliehen musste, die allwöchentlich gegen seine Kürzungspläne mobil machten – Parallelen zum Mai 1968 wurden gezogen, als Charles de Gaulle vor den Streikenden das Weite suchte. Macron wurde zum Geächteten. Das deutsche Diktat in der EU wog schwer wie Blei.

Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Die Bundesrepublik ist zum größten Krisenherd in der EU geworden. Kaum ein Land hat so stark auf den Export gesetzt. Der Abschwung der Weltwirtscha...

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