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11.10.2019 / Feuilleton / Seite 11

Aufpoliert

Zu den Literaturnobelpreisen für Peter Handke und Olga Tokarczuk

Peter Merg

Man reibt sich die Augen: Die runderneuerte Schwedische Akademie scheint ernst zu machen mit ihrem Bestreben, den doch etwas matt gewordenen Glanz des Literaturnobelpreises wieder aufzupolieren. Denn die doppelte Vergabe für die Jahre 2018 und 2019 ist ein Paukenschlag, gerade politisch.

Vor allem mit dem diesjährigen Preisträger, Peter Handke, hätte kaum jemand ernsthaft gerechnet. Der Österreicher gehört zwar schon seit den 60er Jahren zu den Größen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, doch mit dem hiesigen Betrieb hat er es sich seit den 90er Jahren verscherzt. Damals verweigerte sich der spröde Solitär der massenmedialen Hetze, die den NATO-Krieg gegen Jugoslawien begleitete, und geißelte die Aggression des westlichen Bündnisses in Essays und Appellen. Sein konsequenter Einsatz für das angegriffene Land und seine Repräsentanten hatte seine Wurzel in Handkes ...

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