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11.10.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Atomare Energiewende

In Frankreich sollen sechs neue Kernreaktoren entstehen. Macrons »Zukunftsprogramm« dient dem militärisch-industriellen Komplex

Hansgeorg Hermann, Paris

Der französische Stromgigant EDF (Électricité de France) hat am Mittwoch eine neue Erhöhung der Kosten für den Bau des »Europäischen Druckwasserreaktors« (EPR) in Flamanville (Département Manche) angekündigt. Ursprünglich zum Preis von drei Milliarden Euro angeboten, wird die Installation des dritten Atommeilers auf der Cotentin-Halbinsel nach Angaben des Staatsbetriebs nun mindestens 12,4 Milliarden Euro verschlingen. Der EPR ist der wichtigste Bestandteil des französischen Nuklearprogramms. Staatschef Emmanuel Macron hatte zu Beginn seiner Amtszeit zwar eine »Energiewende« versprochen, in deren Rahmen der aus Atomenergie gewonnene Strom auf 50 Prozent statt der bisher rund 72 Prozent heruntergefahren werden solle. Völlig verzichten will der bis Mai 2021 gewählte Präsident auf die Kernkraft allerdings nicht. Sie wird nicht zuletzt für die Produktion atomwaffenfähigen Materials gebraucht. Frankreich besitzt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehö...

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