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09.10.2019 / Ausland / Seite 6

US-Abzug aus Nordostsyrien

Türkei, Kurden, Iran und Syrien: Reaktionen auf Trumps Ankündigung

Karin Leukefeld, Damaskus

Für den türkischen Präsidenten Erdogan scheint der Weg frei, sein Vorhaben im Norden Syriens durchzusetzen. Zwischen Euphrat und Tigris soll eine bis zu 30 Kilometer breite »Sicherheitszone« geschaffen werden, um die »Feinde der Türkei«, die syrischen Kurden und ihr Selbstverwaltungsprojekt »Rojava«, zu vernichten. Dann sollen in dem Gebiet 140 Dörfer gebaut werden, in die bis zu zwei Millionen syrische Flüchtlinge, die seit Jahren in der Türkei leben, abgeschoben werden. Widerstand dagegen gibt es in der Türkei nicht nur von seiten der politischen Opposition, der kurdisch dominierten HDP und der Republikanischen Volkspartei (CHP). Auch hochrangige Generäle des türkischen Militärs haben den Präsidenten vor einer Invasion gewarnt.

Doch Erdogan will und muss innenpolitisch Erfolge präsentieren – ähnlich wie Donald Trump, der vor den Präsidentschaftswahlen 2020 ein weiteres Wahlversprechen einlösen will. Es sei »Zeit für uns, aus diesen lächerlichen endlosen...

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