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08.10.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Das muss man halt organisieren«

Bewegung gibt es, wenn Gewerkschaften reale Kämpfe führen. Ein Gespräch mit Michael Quetting

Susanne Knütter

Einige aktive Gewerkschafter finden es falsch, die Pflege in den Mittelpunkt der Bewegung für mehr Personal in den Kliniken zu stellen. Warum sprechen Sie in erster Linie von Pflegestreiks und nicht von Krankenhausstreiks?

Richtig ist, es geht um Entlastung aller Berufsgruppen. Wir sind die Gewerkschaft, die sie alle im Krankenhaus organisiert. Und wir haben eben auch alle im Auge zu haben. Und doch gibt es eine Berufsgruppe, die besonders unter dem DRG-System (Klassifikationssystem für ein pauschaliertes Abrechnungsverfahren, jW) leidet – auf deren Rücken vor allem die Einsparungen vollzogen wurden. Das ist die Pflege. Wenn es gelingt, dort die Kräfte zu organisieren und in den Kampf zu führen, ergeben sich daraus Chancen für alle Beschäftigten im Krankenhaus. Die Auseinandersetzung an der Uniklinik Homburg wurde von den Pflegekräften getragen.

Sind die anderen Berufsgruppen vielleicht unterrepräsentiert, weil die Gewerkschaft bei Ihnen im Saarland in er...

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