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08.10.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Schweigen im Walde

Polens Gewerkschaften halten sich im Wahlkampf betont zurück. Parteivorlieben kein Geheimnis

Reinhard Lauterbach

Offizielle »Wahlprüfsteine«, wie sie der DGB vor wichtigen Wahlen herausgibt, existieren in Polen nicht. Das liegt in erster Linie daran, dass das System der Gewerkschaften in Polen anders organisiert ist als in Deutschland. Es gibt keine Einheitsgewerkschaft, sondern mehrere Dachverbände, die jeweils Branchengewerkschaften gruppieren. Dabei ist die politische Sympathie der einzelnen Organisationen kein großes Geheimnis: Jeder weiß, dass die »Solidarnosc« heute der betriebliche Arm der Regierungspartei PiS ist, und dass der aus den »systemnahen« Gewerkschaften im Sozialismus hervorgegangene »Gesamtpolnische Gewerkschaftsverband« (OPZZ) ihrer ehemals führenden Partei nahesteht, die heute als »Bündnis der Demokratischen Linken« (SLD) antritt.

Aber es erscheint allen Gewerkschaften als opportun, im Wahlkampf nicht zu eng mit einer Partei assoziiert zu werden. Studien haben ergeben, dass rund die Hälfte der Befragten es für »unangemessen« hält, wenn Gewerksch...

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