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07.10.2019 / Ausland / Seite 6

Moreno sagt Reise ab

Präsident kommt wegen Protestbewegung in Ecuador nicht nach Deutschland. Generalstreik angekündigt

Volker Hermsdorf

Ecuadors Staatschef Lenín Moreno hat wegen der sozialen Unruhen in seinem Land einen für diese Woche geplanten Deutschland-Besuch abgesagt. Der Präsident ziehe es in der gegenwärtigen Situation vor, in Ecuador zu bleiben und die Vorgänge zu beobachten, erklärte Außenminister José Valencia am Sonnabend (Ortszeit). Moreno hoffe, dass die Verantwortlichen in Deutschland Verständnis für seine Lage haben, sagte der Politiker.

Diese hat sich der vom Hoffnungsträger der Linken zum neoliberalen Vollstrecker der Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) gewandelte Regierungschef allerdings selbst eingebrockt. Eine Woche vor dem geplanten Besuch bei seinen politischen Freunden in Deutschland hatte Moreno ein Dekret erlassen, das heftige soziale Einschnitte und Preissteigerungen vorsieht. Das löste die größte Protestwelle der letzten Jahrzehnte in seinem Land aus.

Eigentlich hätte Moreno am Dienstag als Ehrengast beim Lateinamerika-Tag einiger deutscher Wirts...

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