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04.10.2019 / Ansichten / Seite 8

Entfremdung

Johnson, Corbyn und der »Brexit«

Christian Bunke

Die von Boris Johnson formulierten »Brexit«-Vorschläge seien schlimmer als das, was Theresa May ausgehandelt habe, sagte der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, am Mittwoch abend dem Fernsehsender Sky News. Sein Hauptkritikpunkt: Johnsons Ansatz werde dafür sorgen, dass sich Großbritannien regulatorisch von der EU entfremde.

Jetzt sollte man meinen, dass dies gerade das Ziel eines Austritts aus der EU ist – nämlich die Möglichkeit zu bekommen, sein eigenes Ding zu machen. Für Johnson ist eine solche »Entfremdung« nötig, damit er Großbritannien kurz danach einem anderen Regulationsregime unterwerfen kann – dem US-amerikanischen. Das macht Johnsons Unabhängigkeitsgerede wenig glaubwürdig. Er vertritt einfach britische Kapitalinteressen, die sich hiervon größere Gewinne versprechen.

Aber Corbyns Kritik ist aus sozialistischer Sicht bedenklich. Es sollte doch das Ziel jeder antikapitalistischen Regierung sein...

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