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02.10.2019 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Passive Revolution

Daniel Bratanovic

Es gibt Leute, denen man vor nicht allzu langer Zeit noch nachgesagt hätte, sie seien leidlich aufgeklärt, die finden die gegenwärtigen Klimaproteste, die unter dem Titel »Fridays for Future« vor allem junge Menschen regelmäßig versammeln, unerträglich, arbeiterfeindlich, nachgerade reaktionär, faschistoid gar, gesteuert von höheren Mächten. Die akute Pathologie, die sich an diesem falschen Urteil zu erkennen gibt, ist das eine. Interessanter ist allerdings die Frage, ob sich hinter diesem wutverzerrten Eifer nicht wenigstens eine Teilwahrheit erahnen lässt.

Denn es stimmt ja: Die Kritik der Klimaschutzaktivisten ist streng limitiert, erschöpft sich weitgehend in rein ökologischen Angelegenheiten, verkümmert nicht selten zur Sorge um Mutter Erde. Die Reichtumsverteilung, die Eigentumsverhältnisse und die Spezifika der herrschenden Produktionsweise spielen dagegen kaum je eine Rolle. Und der Umstand, dass die Bewegung im Lager der Kapitalrepräsentanten pro...

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