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30.09.2019 / Inland / Seite 4

Perfide Strategie

Stadt Düsseldorf will Wohnungslose aus der Innenstadt verdrängen. Verantwortung dafür trägt Grünen-Politikerin

Markus Bernhardt

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf ist aufgrund ihres fragwürdigen Umgangs mit Wohnungslosen bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Um zu verhindern, dass die Betroffenen unter der Rheinkniebrücke in unmittelbarer Nähe zum Landtag weiterhin ihr Quartier aufschlagen können, hatte die Stadt bereits am vergangenen Mittwoch große Steine unter die Brücke legen lassen. Nicht nur bei den Wohnungslosen selbst und deren Hilfsorganisation »Fiftyfifty« sorgte das Vorgehen, welches von der Integrationsbeauftragten der Stadt, Miriam Koch (Bündnis 90/Die Grünen) zu verantworten ist, für Entsetzen. Am Freitag ging auch der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) auf Distanz zu seiner eigenen Stadtverwaltung. Er bezeichnete die Verdrängungsaktion bei einer Veranstaltung als »Riesenunsinn« und »töricht«.

Rund 15 Wohnungslose hatten sich bereits am Donnerstag gegen die Aktion gewehrt. Sie sammelten die großen Steinbrocken unterhalb der Brück...

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