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28.09.2019 / Inland / Seite 8

»Identitätsstiftende Rituale spielen eine große Rolle«

Neonazis treffen sich zum »Erntedankfest« auf Hof in Eschede, den die NPD in diesem Jahr kaufte. Ein Gespräch mit Kirsten Dieckmann

Henning von Stoltzenberg

An diesem Sonnabend findet auf einem Hof in Eschede, der in diesem Jahr vom niedersächsischen NPD-Landesverband gekauft worden ist, zum wiederholten Mal ein als »Erntedankfest« deklariertes Neonazitreffen statt. Wer versammelt sich dort?

Auf dem »Hof Nahtz« treffen und trafen sich Leute aus der extremen Rechten. Seit Jahren sind die Einladenden die NPD, die JN (Junge Nationalisten, jW) sowie die »Düütschen Deerns«. 2017 luden zur sogenannten Sonnwendfeier neben der NPD auch die Parteien »Der Dritte Weg« und »Die Rechte« ein. Dass die Zusammenkünfte »Sonnwendfeier« oder »Erntedankfest« genannt werden, suggeriert eine gewisse Harmlosigkeit. Es handelt sich aber um ein Vernetzungstreffen von Faschisten. Eine große Rolle dabei spielen identitätsstiftende Rituale.

Wie lange ist besagter Hof bereits ein Anziehungspunkt für Neonazigruppierungen?

Mindestens seit den 1990er Jahren. 1992 fand dort eine Wehrsportübung der »Nationalen Liste« statt, eine Neonazigruppi...

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