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28.09.2019 / Ausland / Seite 7

Von Betrug und Gewalt geprägt

Für Präsidentenwahl in Afghanistan werden Manipulationen und Anschläge erwartet

Knut Mellenthin

Am Sonnabend findet in Afghanistan zum vierten Mal seit 2001 eine Präsidentenwahl statt. Während ab Dezember 2001 der von der NATO protegierte Hamid Karsai zunächst als Übergangspräsident regierte, wurde er in den Jahren 2004 und 2009 jeweils für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. 2014 durfte Karsai aufgrund des Wahlrechts nicht noch einmal antreten. Seither regiert Aschraf Ghani, der auch bei den nun stattfindenden Wahlen als Favorit ins Rennen geht. Derweil ist Karsai mittlerweile zum öffentlichen Kritiker der US-geführten Militärintervention geworden.

Alle bisherigen Präsidenten- und Parlamentswahlen standen im Zeichen von Betrug, Einschüchterung und Stimmenkauf. Nach der Stichwahl zwischen Ghani und seinem Hauptkonkurrenten Abdullah Abdullah war die Lage 2014 so turbulent, dass die US-Regierung direkt und unverhohlen eingriff. Abdullah, der von 2001 bis 2006 das Amt des Außenministers bekleidet hatte, hatte im ersten Wahlgang mit 45 Prozent weit vor...

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