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20.09.2019 / Ausland / Seite 8

»Nach der Flut- kam eine Privatisierungswelle«

Treffen in Manila: Klimakrise mit Nord-Süd-Gefälle trifft arme Länder und Menschen zuerst. Gespräch mit Lorenz Gösta Beutin

Claudia Wangerin

Sie nehmen gerade am Treffen der internationalen Klimaschutzbewegung auf den Philippinen teil. Worum geht es dort?

Vor allem um Solidarität und Zeugenschaft. Es kamen Menschen zu Wort, die den Klimawandel am eigenen Leib zu spüren bekommen. Weltweit nehmen Extremwetter nachweisbar zu. Der Taifun »Haiyan« von 2013 hat nach Angaben von Opferverbänden 40.000 Menschenleben gekostet. Eine Überlebende berichtete uns, wie ihre Heimatstadt Tacloban dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die Stadt sah aus wie nach einem Atombombenangriff. Die korrupte Elite nutzte die Krise, um Menschen zu vertreiben. Nach der Flutwelle rollte eine Privatisierungswelle über die Stadt. Die Klimafrage ist eine soziale Frage. Jeder, der über den Tellerrand deutscher Grenzen schaut, sieht: Die Klimakrise verschärft die Ungerechtigkeiten dieser Welt.

Inwieweit kann noch verhindert werden, dass Menschen durch den Klimawandel ihre Heimat verlieren?

Schaut man den weltweit ungestoppten Anstieg...

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