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19.09.2019 / Feuilleton / Seite 10

Ins Unbekannte

Zum Tod des Dichters Steve Dalachinsky

Jürgen Schneider

Am Montag starb in New York City der 1946 in Brooklyn geborene Dichter Steve Dalachinsky. Er war am Samstag abend unmittelbar nach einer Lesung mit Hirnblutungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Auf Facebook kursierten bereits Nachrufe, als er noch am Leben war. In seinem Gedicht »Pray for me« heißt es: »Bete für die billige Sentimentalität, die mein Abgang hervorrufen wird.«

Im September 2017 las Dalachinsky viermal in Deutschland. Das Spektrum seiner Vortragskunst reichte vom zarten Flüsterton bis zu wilden, lauten Wortkaskaden. 2014 war er in Frankreich mit dem Orden Chevalier des Arts et des Lettres ausgezeichnet worden. Weil Dalachinsky die Nächte totschlug »mit Musik & Maulerei«, wie es in seinem Poem »Dies ist ein Jazz-Gedicht nicht« heißt, wird er häufig als »Jazz Poet« bezeichnet. Das ist irreführend. Wenn ...

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