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19.09.2019 / Ausland / Seite 8

»Es ist notwendig, die Reihen geschlossen zu halten«

In Venezuela schränken autoritäre Kräfte politisches Handeln ein. Forderung nach »nationalem Dialog«. Ein Gespräch mit Andrés Antillano

Frederic Schnatterer

Sie sind seit mehr als 30 Jahren in Basisbewegungen aktiv. Was hat sich für Aktivisten seit dem Beginn der Bolivarischen Revolution geändert?

Infolge der Bolivarischen Revolution haben sich traditionell von der Gesellschaft ausgeschlossene Schichten massenhaft mobilisiert. Das glich geradezu einer Explosion. Allerdings gab es von Beginn an auch Spannungen, die strukturelle Gründe haben, zum Beispiel die extreme Abhängigkeit von Einnahmen aus dem Erdölexport, durch die der Staat viel Macht bekam. Während auf der einen Seite die Basisbewegungen unabhängige Praktiken verfochten, versuchten Teile der Bürokratie die sozialen Bewegungen zu vereinnahmen, zu behindern oder fügsam zu machen.

Diese Auseinandersetzung existiert zwar seit Beginn der Revolution. In Zeiten von Wirtschafts- und sozialer Krise spitzt sie sich jedoch zu. Das ist paradox, denn heute wäre es wichtiger denn je, eine starke Volksbewegung zu haben – eine Bewegung, die Veränderungen einfordert,...

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