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18.09.2019 / Feuilleton / Seite 10

Der Kuchen ist gegessen

Landpartie im Ausnahmezustand: Der französische Spielfilm »Mein Leben mit Amanda«

Peer Schmitt

Nach den Anschlägen im November 2015 war über die Stadt Paris (wie über alle urbanen Regionen Frankreichs) zwei Jahre lang der Ausnahmezustand verhängt. In unmittelbarer Nachfolge traten Antiterrorgesetze in Kraft, die nicht viel weniger als permanenten Ausnahmezustand bedeuten. Wer sich in Paris zum Parkspaziergang aufmacht, muss auf den Anblick schwerbewaffneter Ordnungskräfte weiterhin nicht verzichten.

Im Spielfilm »Mein Leben mit Amanda« wartet die siebenjährige Titelfigur (Isaure Multrier) nach Schulschluss auf ihren offenbar wenig zuverlässigen Onkel David (Vincent Lacoste), der sie pünktlich hätte abholen sollen, jedoch von Touristen aufgehalten wurde, denen noch die Schlüssel für das Gästeappartement zu übergeben waren. Das ist sein Job. Er ist eine Art Hausmeister, nebenbei Landschaftsgärtner auf Abruf – ein »Slacker«, wie sie wohl langsam auszusterben drohen. Ein gemächlicher Mittzwanziger, der nicht die Energie oder das Talent hatte, Tennispro...

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