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18.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Tödliche Nebenwirkungen

Opioidkrise in den USA: Verantwortlicher Pharmakonzern stiehlt sich aus der Verantwortung

Ina Sembdner

Mehr als 400.000 Tote in weniger als zwei Jahrzehnten. Nach jüngsten Angaben des US-Gesundheitsministeriums vom Juni 2019 sterben täglich mehr als 130 Menschen an einer Überdosis von Opioiden. Bereits im Oktober 2017 hatte das Gesundheitsministerium die sogenannte Opioidkrise zum landesweiten Notstand im Gesundheitswesen erklärt. Ursächlich für die zahlreichen Todesfälle sind neben Heroin vor allem opioidhaltige Schmerzmittel bzw. die Verschleierung von deren enormem Suchtpotential. Statt dessen wurden sie von den Pharmakonzernen intensiv beworben, was zur massenhaften Verwendung führte. Schon eine einzige zu hohe Dosis eines Opioids kann schwere Atembeschwerden bis hin zum Atemstillstand auslösen.

Ganz vorne dabei: »Purdue Pharma L. P.«, im Besitz der milliardenschweren US-Familie Sackler, das 1996 das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Oxycontin auf den Markt brachte und bis heute hauptsächlich vertreibt (siehe auch jW-Meldung vom 16.9.). Verschiede...

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