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18.09.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Falsche Anschuldigungen

Giftgasangriff in Syrien 2017: Opposition und Westen sehen Verantwortung bei Damaskus. Regierung und Russland dementieren

Karin Leukefeld, Khan Scheikhun

Bis heute wird die syrische Armee beschuldigt, am 4. April 2017 in Khan Scheikhun Giftgas eingesetzt zu haben. Die syrische Opposition in dem Ort – allen voran die vom Westen aufgebauten und finanzierten »Weißhelme« – hatten behauptet, Bomben mit Sarin seien eingesetzt worden.

Syrien weist die Anschuldigung kategorisch zurück. Es verurteilte das mit Giftgas verübte »Verbrechen an der Bevölkerung«, bei dem vermutlich mehr als 70 Menschen getötet und viele verletzt worden waren. Auch lud es die Inspektoren der Organisation zum Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ein, den Ort des Geschehens und auch die Luftwaffenbasis Schaairat zu untersuchen, auf der die syrischen Kampfjets angeblich die giftige Fracht geladen haben sollen. Wenige Tage später bombardierten die USA mit 59 »Cruise Missiles« die Luftwaffenbasis in der Provinz Homs sowie andere Einrichtungen der syrischen Streitkräfte. Eine OPCW-Untersuchung fand nicht statt.

Statt dessen wurden in der Türkei Opfer...

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