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17.09.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Ungenutzte Machtmittel

Richtig streiken für die Energiewende – aber nicht, um sie aus eigener Tasche zu zahlen: »Fridays for Future« befeuert Debatte in Gewerkschaften

Claudia Wangerin

Seit Anfang August ist klar: Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme am »Klimastreik« der Jugendbewegung »Fridays for Future« am 20. September auf – allerdings nur, wenn sie die Möglichkeit haben, sich dafür freizunehmen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) scheint auf den ersten Blick den Ernst der Lage zu erkennen und erklärt auf seiner Internetseite: »Klimaschutz geht nur sozial. Der Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft ist alternativlos, er muss gerecht gestaltet sein und darf niemanden zurücklassen.« Dann folgt aber der Verweis auf die deutsche Rechtslage, dass ein Streik »nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen« zulässig sei – also keine politischen Ziele haben darf, die nicht tariflich geregelt werden können. »Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich mit den Aktionen von Fridays for Future solidarisieren und an Demonstrationen teilnehmen wollen, sollten das geltende Arbeitsrecht beachten und sich für diese Zeit freinehm...

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