Gegründet 1947 Dienstag, 31. März 2020, Nr. 77
Die junge Welt wird von 2267 GenossInnen herausgegeben
17.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Draghis letzter Akt

EZB-Chef kündigt unbefristetes Ankaufprogramm an. Kritik aus den eigenen Reihen

Gerrit Hoekman

Am vergangenen Donnerstag hat der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi neue Maßnahmen verkündet. Besonders der Plan, ab dem 1. November jeden Monat und auf unbestimmte Zeit für 20 Milliarden Euro Anleihen und Pfandbriefe aufzukaufen, sorgte nach dem Treffen in Frankfurt am Main für Missmut im Zentralbankrat. »Dieses breite Paket an Maßnahmen, und dabei hauptsächlich der neue Start des Ankaufprogramms von Obligationen, steht in keinem Verhältnis zu den heutigen ökonomischen Gegebenheiten, und es gibt fundierte Gründe, die Effektivität in Zweifel zu ziehen«, kritisierte Klaas Knot, der Präsident der Niederländischen Zentralbank, in einer Presseerklärung vom Freitag als erster Draghis Politik.

Die Finanzierungsbedingungen für Staat, Betriebe und Privatpersonen seien so gut wie nie und würden für Konsum, Investitionen und Kreditvergabe kein Hindernis sein. »Gleichzeitig gibt es zunehmend Signale eines Mangels an Investitionen mit einem niedrig...

Artikel-Länge: 4798 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Jetzt drei Wochen gratis im Probeabo!