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17.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Draghis letzter Akt

EZB-Chef kündigt unbefristetes Ankaufprogramm an. Kritik aus den eigenen Reihen

Gerrit Hoekman

Am vergangenen Donnerstag hat der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi neue Maßnahmen verkündet. Besonders der Plan, ab dem 1. November jeden Monat und auf unbestimmte Zeit für 20 Milliarden Euro Anleihen und Pfandbriefe aufzukaufen, sorgte nach dem Treffen in Frankfurt am Main für Missmut im Zentralbankrat. »Dieses breite Paket an Maßnahmen, und dabei hauptsächlich der neue Start des Ankaufprogramms von Obligationen, steht in keinem Verhältnis zu den heutigen ökonomischen Gegebenheiten, und es gibt fundierte Gründe, die Effektivität in Zweifel zu ziehen«, kritisierte Klaas Knot, der Präsident der Niederländischen Zentralbank, in einer Presseerklärung vom Freitag als erster Draghis Politik.

Die Finanzierungsbedingungen für Staat, Betriebe und Privatpersonen seien so gut wie nie und würden für Konsum, Investitionen und Kreditvergabe kein Hindernis sein. »Gleichzeitig gibt es zunehmend Signale eines Mangels an Investitionen mit einem niedrig...

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