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17.09.2019 / Ausland / Seite 7

Verdächtige freigelassen

Richter im Fall »Ayotzinapa« ordnet Ende der Haft für 24 Polizisten an. Mexikanische Regierung kritisiert den Schritt

Frederic Schnatterer

Kurz vor dem fünften Jahrestag hat ein Richter im mexikanischen Tamaulipas die Freilassung mehrerer Verdächtiger im Fall »Ayotzinapa« angeordnet. Das erklärte Alejandro Encinas, Unterstaatssekretär für Menschenrechte und Vorsitzender der mit der Aufklärung des Verbrechens betrauten Wahrheitskommission, am Sonntag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt. Insgesamt seien 24 Verdächtige im Fall des »Verschwindenlassens« von 43 Lehramtsstudenten im Jahr 2014 freigelassen worden. Von den ursprünglich 142 Inhaftierten sind damit 77 mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Als Grundlage für die richterliche Anordnung nannte Encinas mehrere »Verfahrensfehler« der zuständigen Ermittler, wozu auch von den Inhaftierten erhobene Foltervorwürfe zählen. Laut eigenen Angaben seien diese mit Gewalt zu Geständnissen gezwungen worden. Schon zuvor waren mehrere Anklagen fallengelassen worden, da Beweismaterial illegal beschafft worden sei. Die nun aus der Haft Entlassenen waren zum Zeitpunkt...

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