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13.09.2019 / Ausland / Seite 7

Prag streitet über Konew

Tschechien: Abstimmung über Denkmal für Befreiung durch Rote Armee. Reaktionen auch aus Russland

Matthias István Köhler

Der Streit um die Statue des sowjetischen Marschalls Iwan Stepanowitsch Konew im Prager sechsten Bezirk entwickelt sich zur Staatsaffäre bis hin zu diplomatischen Affronts. Für den Donnerstag war eine Entscheidung des Bezirksstadtrats über den weiteren Verbleib des Denkmals geplant, mit der aufgrund der ausufernden, öffentlich übertragenen Debatte im Rathaus erst nach jW-Redaktionsschluss gerechnet wurde.

Das Schicksal der 1980 errichteten Statue, die an die Befreiung Prags am 9. Mai 1945 durch die 1. Ukrainische Front der Roten Armee unter Führung Konews erinnert, wird seit Ende August diskutiert. In den letzten Jahren war das Denkmal wiederholt mit Farbe beschmiert worden, so auch im vergangenen Monat. Vor allem die Niederschlagung des Aufstands in Ungarn 1956 wird dem Marschall vorgeworfen. Die Bezirksverwaltung weigerte sich, das Denkmal reinigen zu lassen und verhängte es mit einer Plane. Das löste Protest vor Ort aus, der Bezirk entschied sich, die ...

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