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12.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Agrarüberschuss wächst

EU feiert zunehmende Nahrungsmittelexporte. Großkonzerne profitieren, Kleinbauern und Menschenrechte unter Druck

Steffen Stierle

Vergangene Woche präsentierte die EU-Kommission in Brüssel aktuelle Zahlen zum weltweiten Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Nicht ohne Stolz verkündete der zuständige Kommissar, Phil Hogan, die »zunehmend marktorientierte Gemeinsame Agrarpolitik« habe entscheidend zum Erfolg der EU im Agrarhandel beigetragen. Zentrales Merkmal des Erfolgs: Der Exportüberschuss steigt.

So übertrafen die Ausfuhren des Sektors aus der Staatengemeinschaft im vergangenen Jahr die Einfuhren um 22 Milliarden Euro. Exporten von 138 Milliarden Euro standen Importe von 116 Milliarden gegenüber. Dieses Ungleichgewicht hat sich zuletzt verschärft: Noch 2016 betrug der Überschuss lediglich 19 Milliarden. In Zeiten der Dominanz einer von Standortkonkurrenz und Wettbewerbsfähigkeit geprägten Wirtschaftsideologie ist es nachvollziehbar, dass solche Zahlen gefeiert werden. Aber: Die EU ist im Agrarsektor nicht wettbewerbsfähig. Die für eine im kapitalistischen Sinne weit entwi...

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