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12.09.2019 / Ausland / Seite 6

Gerechtigkeit für Distomo

Gericht in Italien spricht griechischen Wehrmachtsopfern Entschädigungen zu

Efthymis Angeloudis

Der Oberste Gerichtshof Italiens, das Kassationsgericht in Rom, hat am 4. September das Recht griechischer Kläger anerkannt, deutsches Eigentum in einem EU-Land als Entschädigung für die Greueltaten Nazideutschlands zu beschlagnahmen. Auf der Grundlage des Urteils fordern die 296 Kläger, Überlebende und Verwandte der Opfer des Massakers von Distomo während der Besetzung Griechenlands durch das faschistische Deutschland mindestens 25 Millionen Euro Entschädigung – einen Betrag, der aus dem Erlös der italienischen Bahn, die sich mehrheitlich im Besitz der Deutschen Bahn befindet, bezahlt werden könnte.

Deutsche SS-Soldaten zogen am 10. Juni 1944 mit bestialischer Gewalt durch das griechische Dorf Distomo am Fuße des Parnass-Gebirges und ermordeten Männer, Frauen und Kinder – ein Racheakt für den Widerstand der Griechischen Volksbefreiungsarmee (ELAS). Ein Viertel der Dorfbewohner – 218 Menschen – wurde von Truppen der »Edelweiß-Division« der Waffen-SS unter...

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