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12.09.2019 / Ausland / Seite 6

Bolton hat ausgedient

Mit der Entlassung seines Sicherheitsberaters könnte US-Präsident Donald Trump ein Hindernis für Verhandlungen mit dem Iran beseitigen wollen

Knut Mellenthin

US-Präsident Donald Trump braucht einen neuen Nationalen Sicherheitsberater. Am Dienstag (Ortszeit) veranlasste er John Bolton, der den Posten seit dem 9. April vorigen Jahres inne hatte, zum Rücktritt. Die Kündigung des grobschlächtigen Hardliners löste viel Erleichterung und wenig offen geäußertes Bedauern aus. Aber dass die Karriere des 70jährigen damit beendet ist, darf keineswegs als sicher gelten.

1985 hatte Bolton unter Präsident Ronald Reagan als leitender Mitarbeiter des Justizministeriums erstmals ein Regierungsamt übernommen. Als Staatssekretär für Waffenkontrolle und Internationale Sicherheit (11.5.2000–31.7.2005) war er maßgeblich an der propagandistischen Vorbereitung des Irakkriegs beteiligt. Seinen Posten als Botschafter bei der UNO (2.8.2005–31.12.2006) unter George W. Bush verdankte er buchstäblich der Tatsache, dass er seine Verachtung für die Vereinten ...

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