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12.09.2019 / Inland / Seite 5

Opfer der Lieferkette

Gewerkschaften, Menschenrechts- und Umweltorganisationen fordern Gesetz, um Konzerne für Schäden an Mensch und Umwelt haftbar zu machen

Bernd Müller

Das Streben nach Profiten kennt keine Gewissensbisse, die ihm Einhalt gebieten. Verletzungen der Menschenrechte oder das Nichteinhalten von Umweltstandards gehören dazu, wenn es für deutsche Konzerne um hohe Gewinne geht. Ein Bündnis aus 64 Menschenrechts- und Umweltorganisatonen sowie Gewerkschaften will das nun ändern. Am Dienstag stellte es die »Initiative Lieferkettengesetz« in Berlin vor.

In einer Petition fordert das Bündnis Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, bis 2020 ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen. Mit diesem sollen Konzerne für Schäden an Mensch und Umwelt haftbar gemacht werden können. Darüber sollen sie auf diese Art verpflichtet werden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Schäden in ihrem Geschäftsbereich zu verhindern.

Gegründet wurde die Initiative, heißt es in einem Hintergrundpapier, weil deutsche Unternehmen mit ihren globalen Lieferketten aus der ganzen Welt Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte beziehen und au...

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