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11.09.2019 / Feuilleton / Seite 10

Und schon ist man draußen

Konfusionen, am Körper der Hauptfigur illustriert: »Synonymes«

Peer Schmitt

Nackt in der Badewanne, nass, halb erfrierend, Todesengel und Jenseits halluzinierend, den Umständen ausgeliefert, am Ende und Anfang zugleich. Todesphantasie und Neugeburt. Das ist die Versuchsanordung von Nadav Lapids Film »Synonymes«, dem Gewinner des Goldenen Bären der diesjährigen Berlinale, der nun in den Kinos angelaufen ist.

Yoav (Tom Mercier) ist aus Israel mit nicht mehr als einem Rucksack und der Kleidung am Leibe nach Paris gekommen und steht in einer vollkommen leeren Altbauwohnung (die, nebenbei, ein mittleres Vermögen kosten müsste). Er schläft ein, sein Hab und Gut wird ihm gestohlen. Er ist auf den nackten Körper zurückgeworfen, traumatisiert wie ein Neugeborenes. Ein junges Paar vom selben Aufgang, offensichtlich wohlhabende Rentiers – Emile (Quentin Dolmaire), Möchtegernschriftsteller, und Caroline (Louise Chevillotte), Orchestermusikerin (Oboe) –, gabelt und päppelt ihn auf.

Das Paar stattet seinen Gast u. a. mit einem gelben Wollmante...

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