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11.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mehr Schein als Sein

IWF-Studie: 40 Prozent der weltweiten ausländischen Direktinvestitionen sind Steuerfluchtgelder

Efthymis Angeloudis

Laut der offiziellen Statistik verfügt Luxemburg, ein Land mit gut 600.000 Einwohnern, über die gleiche Anzahl ausländischer Direktinvestitionen wie die USA. Von diesen vier Billionen US-Dollar entfallen im mitteleuropäischen Zwergstaat 6,6 Millionen auf jeden Einwohner. Kann das das tatsächliche Ausmaß der winzigen luxemburgischen Wirtschaft sein?

Mit dieser Frage beginnt die am Montag erschienene Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Universität Kopenhagen, die offen legt, dass ein großer Teil des weltweiten Bestands an ausländischen Direktinvestitionen aus Scheininvestitionen besteht, die gezielt eingesetzt werden, um die Steuerabgaben der Unternehmen zu minimieren, statt produktive Aktivitäten zu finanzieren. Fast 40 Prozent der weltweit getätigten ausländischen Direktinvestitionen – im Wert von insgesamt 15 Milliarden US-Dollar – hängen laut der Studie nicht mit »echten Geschäftsaktivitäten« zusammen.

Kaum überraschend erhalten einig...

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