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07.09.2019 / Inland / Seite 8

»Frauen im Militär können nicht wirklich etwas ändern«

Kriegsgegnerinnen protestieren in Unterlüß gegen Rheinmetall und Militarismus. Ein Gespräch mit Ann Krüger

Gitta Düperthal

Beim Friedenscamp in Unterlüß unter dem Motto »Rheinmetall entwaffnen«, das bis Montag andauert, geht es auch um feministischen Widerstand gegen den Militarismus. Was diskutieren Sie dort in Frauenplenen?

Zunächst heißen sie bei uns nicht Frauen­plenen. Es sind Versammlungen für Frauen, Lesben, inter-, nichtbinäre und Transpersonen – FLINT: für alle, die ähnliche Erfahrungen mit Sexismus haben. Wir wollen eine feministische Perspektive in eine bislang eher männlich dominierte Friedensbewegung einbringen. Traditionell wurden hauptsächlich Männer in den Militärdienst eingezogen, den sie mitunter verweigerten. Das Militär ist Ausdruck des typischen Männerbildes: Gehorsam leisten und verlangen, Härte aushalten und ausüben, keine Gefühle zeigen. Wir wollen einen neuen feministischen Wertekatalog dagegenhalten, der sich damit kritisch auseinandersetzt.

Ist das auch Kritik an der traditionellen Friedensbewegung?

Nein, es ist nur eine Zustandsbeschreibung. Klar a...

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