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06.09.2019 / Feuilleton / Seite 10

Tragödie des gewöhnlichen Lebens

Thomas Ostermeiers Inszenierung von Ödön von Horvaths »Jugend ohne Gott« kommt in die Berliner Schaubühne

Sabine Fuchs

Als Thomas Ostermeier vor 20 Jahren als Intendant der Schaubühne antrat, wollte er das Theater als »Ort einer Bewusstwerdung und damit einer Repolitisierung« neu begründen. In den bürgerlichen Feuilletons, die dem konservativen Erbauungstheater einer Andrea Breth hinterhertrauern oder es als anarchistisch missverstehen, wenn René Pollesch der Bobo-Gesellschaft ironisch-mundgerechte Diskurshäppchen zum Prosecco serviert, stößt dieser Ansatz häufig auf Ablehnung: Zu didaktisch sei er, die Absicht zu klar zu erkennen, und überhaupt könne man mit Kunst politisch sowieso nichts bewegen.

Diese Art von Kritik – bei der man natürlich immer auch die politische Position der Kritiker und ihrer Medien mitdenken muss – lässt außer Acht, unter wie vielen Blickwinkeln Ostermeier das politische Theater schon durchdekliniert hat. Da ist die mehr als 20 Jahre zurückreichende Beschäftigung mit Prekariat und Selbstoptimierungszwängen, vor allem in seinen Inszenierungen junge...

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