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06.09.2019 / Feuilleton / Seite 2

»Es gibt viele Geschichten, die nicht erzählt sind«

Das Deutsche Kaiserreich ließ 1902 in Tansania eine Forschungsstation bauen. Künstlerinnen wollen daran erinnern. Ein Gespräch mit Syowia Kyambi

Fabian Lehmann

Weshalb setzen Sie sich künstlerisch mit der ehemaligen deutschen Forschungsstation Amani in Tansania auseinander?

Frantz Fanon (1925–1961, jW) – Psychiater, Politiker und Autor der Schrift »Die Verdammten dieser Erde« – schrieb einmal, dass er seine Gegenwart und Zukunft nicht für ein Verharren in der Vergangenheit opfern wird. Das Entscheidende ist jedoch, wie man in die Vergangenheit sieht und worüber man spricht.

Die Forschungsstation Amani ist 1902 in den Usambara-Bergen im Osten Tansanias von den Deutschen während der Kolonialzeit installiert worden. In der Sammlung des Ethnologischen Museums in Hamburg, MARKK, in dem unsere Ausstellung stattfinden wird, finden sich einige Objekte aus der Forschungsstation aus dieser Zeit. Da führen direkte Verbindungen von Tansania nach Hamburg. Es gibt viele Geschichten wie diese, die bislang nicht erzählt sind. Mit Hilfe der Kunst lässt sich so die Vergangenheit aus neuen Perspektiven erzählen, was Dialoge, Disku...

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