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30.08.2019 / Feminismus / Seite 15

»Kein Geschenk des Staates«

Bolivarische Revolution hat den Gewaltschutz für Frauen in Venezuela verbessert. Für ein anderes Recht kämpfen sie noch. US-Sanktionen erschweren Alltag

Julieta Daza, Caracas

Das 2007 in Venezuela verabschiedete »Gesetz für das Recht der Frauen auf ein gewaltfreies Leben« gilt als wichtige Errungenschaft der Frauenbewegung im Rahmen des als »Bolivarische Revolution« bekannten politischen und sozialen Prozesses im Land. Seit das Gesetz sieben Jahre später reformiert wurde, hat sich in dem lateinamerikanischen Land einiges geändert. »Heute trauen sich mehr Frauen, Anzeige zu erstatten, wenn gegen sie Gewalt ausgeübt wird«, sagt die venezolanische Frauenrechtsaktivistin Mollie Aguirre im Spätsommer 2019 im Gespräch mit junge Welt in Caracas.

Femizid ist seit der Reform von 2014 in Venezuela ein eigener Straftatbestand. Tatmotive wie Frauenfeindlichkeit oder patriarchales Besitzdenken werden damit rechtlich als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit anerkannt und wirken sich strafverschärfend aus. (Zum Vergleich: In der deutschen Rechtsprechung werden sie nicht zwangsläufig als »niedere Beweggründe« im Sinne des Mordparagraphen gew...

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