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27.08.2019 / Feuilleton / Seite 11

Ein Mangel an Begriff

Zum Ende hin eher unterwältigend: Die neue Roberto-Saviano-Verfilmung »Paranza – Der Clan der Kinder«

Felix Bartels

Dieser Film hat ein gleich mehrfach schweres Erbe zu tragen. Roberto Saviano, Autor der Vorlage »La paranza dei bambini« (2016) und Mitverfasser des Drehbuchs, hatte 2006 mit »Gomorrha« eine Publikation hingelegt, die ins Herz Süditaliens traf und ihm Morddrohungen diverser Mafiaclans eintrug. Seither muss er unter Polizeischutz leben. 2008 wurde »Gomorrha« vom großen Matteo Garrone zum Spielfilm verarbeitet. Mit dessen politischem Gehalt, erzählerischer Wucht und Breite wie auch inszenatorischer Meisterschaft kann »Paranza« nicht Schritt halten. Der Film bleibt in vieler Hinsicht bescheiden, vermag aber genau darin seine Momente zu stiften.

Der 15jährige Nicola (Francesco Di Napoli) lebt in Neapel ohne Aussicht auf Wohlstand. Ein Weg nach oben scheint für ihn einzig übers Verbrechen zu führen. Nach ungeschickten Versuchen, Geld zu machen, gerät Nicola in Mafiakreise. Als in Folge von Konkurrenzkämpfen und polizeilichen Zugriffen die ansässigen Kader dezi...

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