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26.08.2019 / Ansichten / Seite 8

Job zu erledigen

Behörden haben Lübckes Mörder beobachtet

Sebastian Carlens

Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der Neonazi Stephan Ernst, sei »zehn Jahre lang unauffällig« gewesen, heißt es. In seiner Jugend in NPD und Kameradschaften aktiv, wäre er »seit 2009« vom Radar der Behörden »verschwunden«. Ein Brandstifter, Schläger und Funktionär, der einen Job findet, fürderhin als unauffälliger Familienvater lebt und seine Kontakte in die Szene abbricht. Behaupten Polizei, Verfassungsschutz und Staatsanwaltschaft.

Es ist eine anrührende Mär. Vom verschollenen Neonazi, der wieder auftaucht, weil ihm die »Flüchtlingskrise« den Schlaf raubt; der Frau, Kinder und Vorstadtidylle aufgibt, um – getreu dem Motto des »Nationalsozialistischen Untergrunds« – »Taten statt Worte« folgen zu lassen. Der schließlich gesteht, um sein Geständnis wieder zurückzuziehen. Spontanradikalisierung. Gewissensbisse. Familientragödie.

Wenig davon wird wahr sein. Wie immer i...

Artikel-Länge: 2845 Zeichen

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