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23.08.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Aufschwung in der Peripherie

Hohe Wachstumsraten in Mittel- und Osteuropa dank steigender Einkommen. Schwache Konjunktur in Russland

Reinhard Lauterbach, Poznan

Mittel- und Osteuropa sind aus Sicht der EU die Peripherie. Die Länder sind als Zulieferer in die Produktionsketten deutschen, französischen und österreichischen Kapitals integriert. Also sollten sie eigentlich besonders schnell und empfindlich auf Rückschläge der Konjunktur in den Zentren reagieren. Offenbar ist jedoch das Gegenteil der Fall. Nach einer im Juli veröffentlichten Studie des »Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche« (WIIW) weisen diese Länder überraschend positive makroökonomische Daten auf. Die Ergebnisse zeigen, dass das dogmatische Beharren auf Schuldenbremse und »schwarzer Null«, wie es seit Jahren in Deutschland gepredigt wird, ökonomisch selbst vom kapitalistischen Standpunkt nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Der Reihe nach: Die Wiener Autoren berechnen für die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten Wachstumsraten von durchschnittlich 3,9 Prozent für das laufende Jahr. Allerdings erwarten sie, dass diese Dynamik a...

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