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23.08.2019 / Ausland / Seite 6

Trotz Dublin nach Frankreich

Zäune und Abschiebebehörden halten Migranten und Flüchtlinge in der EU nicht vom Grenzübertritt ab. Die Wege werden aber länger und gefährlicher

Dominik Wetzel

Umgeben von den italienischen Alpen, liegt zwischen der französischen Grenze und Turin der Ort Oulx. Linke haben dort in einem seit Jahrzehnten leerstehenden Haus die »Casa Cantoniera« eröffnet – eine selbstverwaltete Herberge, die allen Durchreisenden zur Verfügung steht. Migranten und Geflüchtete nutzen den Ort, um auf dem Weg in andere EU-Staaten eine Pause zu machen und innezuhalten. Es wird gemeinsam gekocht, und vom Kräutergarten bis zum Toiletteputzen tragen alle ihren Teil dazu bei, dass das Gesamtprojekt funktioniert.

Die Aktivisten auf italienischer und französischer Seite sehen sich im Kampf gegen Grenzen und für die Verwirklichung der Menschenrechte. Sie bieten Unterkunft und erklären die Wege durch die Berge. Mit ihrem Handeln stehen sie direkt dem Willen der Regierung um Innenminister Matteo Salvini entgegen, der zusehends härter gegen Einwanderer und Opposition vorgeht. Mit der drastischen Verschärfung des Migrationsrechts im vergangenen Se...

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