Gegründet 1947 Sa. / So., 18. / 19. Januar 2020, Nr. 15
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20.08.2019 / Thema / Seite 12

Hand in Hand

Internationalisten in der Sowjetunion. Die Arbeit der Kooperative »Interhelpo« prägt bis heute das Stadtbild der kirgisischen Hauptstadt Bischkek

David Leupold

Der Sozialismus zielte darauf ab, das gesellschaftliche Leben grundlegend zu verändern. Der urbane Raum wurde hierbei als das wohl wichtigste Gesellschaftslabor verstanden, aus dem der »neue Mensch« hervorgehen sollte. Seit Anfang der 1920er Jahre nahmen die Stadtplanung und der Bau einer »Stadt der Zukunft« (»Gorod budu­sch­ewo«) einen Spitzenplatz auf der politischen Agenda der Sowjetunion ein. Die sozialistische Zukunftsvision sollte direkt und unwiderruflich im materiellen Gefüge der Stadt verankert und die abstrakte Ideenwelt des Sozialismus in eine physische Realität übersetzt werden – eine Realität, welche tagtäglich erlebbar gemacht werden sollte.

Wenn man die Stadt als Aushängeschild des sowjetischen Gesellschaftsexperiments versteht, so spiegelte der städtische Raum Anfang der 1990er Jahre gleichermaßen dessen Niedergang wider: »Nach der Auflösung der Sowjetunion glich die urbane Landschaft mit halbfertigen Bauten, verfallenden Wohnungen und ver...

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