Schwarzer Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. November 2019, Nr. 267
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17.08.2019 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Wider das Vergessen

Das Erbe der sozialistischen Mosaikkunst droht im postsowjetischen Raum zu verschwinden. Der Bildband »Mosaiki« fängt die Vielfalt ein

Matthias Reichelt

Lodernde Flammen einer glühenden Sonne umgeben das Haupt der Gerechtigkeitsgöttin an einem Justizgebäude in Duschanbe in Tadschikistan. Obwohl das Mosaik 1993, also in der postsowjetischen Zeit, fertiggestellt wurde, lässt es doch formal große Ähnlichkeit mit vielen anderen Mosaikarbeiten aus diversen Republiken der früheren UdSSR erkennen. Zu sehen ist es in dem reich bebilderten und im März erschienenen Buch von der Pädagogikprofessorin Katja Koch und dem Kunstdozenten Aram Galstyan. Die beiden Autoren haben sieben Jahre lang auf vielen Reisen recherchiert und den Zustand der Werke dokumentiert.

Mit ihrer umfassenden Publikation arbeiten sie an gegen das drohende Verschwinden und Vergessen einer spezifischen Kunstform in den ehemaligen sozialistischen Ländern. Diese Kunstgattung im öffentlichen Raum wurde bislang nie systematisch dokumentiert, denn »eine lückenlose Erfassung der Mosaiken ist aufgrund ihrer Menge schier unmöglich«, wie die Herausgeber fo...

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