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17.08.2019 / Titel / Seite 1

Der Testamentsvollstrecker

Finanzminister Olaf Scholz steht für den SPD-Vorsitz bereit. Weitere Begünstigung der Superreichen wäre Sargnagel für Sozialdemokratie

Simon Zeise

Die SPD kann ihre Parteispitze nicht finden. Die Kandidaten aus der ersten Reihe zieren sich. Am Ende könnte es auf Olaf Scholz hinauslaufen. Der amtierende Finanzminister habe Anfang der Woche im Parteivorstand fallen lassen: »Ich bin bereit anzutreten, wenn ihr das wollt«, bestätigte eine Sprecherin der SPD am Freitag dem Spiegel. In dem Gremium habe sich kein Widerspruch geregt.

Zuspruch erhielt Scholz von der FDP: »Viele an der Basis der SPD werden erleichtert sein, dass nun doch ein Schwergewicht als Vorsitzender antreten will«, sagte deren Vorsitzender Christian Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Für die Liberalen ist Scholz der Traumkandidat, denn er ist offen für ein »progressives Bündnis« auf Bundesebene mit Grünen und FDP. Ebenso frohlockte am Freitag der Sprecher des konservativen Seeheimer-Kreises, Johannes Kahrs: »Er kann unsere SPD-Anliegen durchsetzen.« Und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak ätzte, vielleicht habe Scholz ja sogar den...

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