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20.08.2019 / Feuilleton / Seite 11

Zwischen Dekonstruktion und Werktreue

»Berlin is not Bayreuth«: In Berlin begegnen junge Theatermacher Richard Wagner ohne elitären Dünkel

Erik Zielke

Ende Juli haben auch in diesem Jahr die Bayreuther Festspiele eröffnet, fernab der kulturellen Zentren, dafür mit viel Pomp, hohem Besuch aus Politik und Wirtschaft sowie der Überzeugung, dem Meister und Festspielbegründer Wagner einzig auf diese Weise gerecht werden zu können. Der als Nachwuchstalent geltende Regisseur Tobias Kratzer hat Richard Wagners »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« neu in Szene gesetzt.

Dass die Festspielleitungen in den letzten Dekaden von ihrem stark restaurativen Ansatz abgerückt sind und durchaus Theaterakteure – man denke an Heiner Müller, Christoph Schlingensief und zuletzt Frank Castorf – mit kritschem Blick auf den Opernbetrieb im allgemeinen und auf Richard Wagner im besonderen zu Arbeiten in Bayreuth eingeladen haben, vermag nicht über die mehr als elitäre Zusammensetzung des Publikums und die Beschränkungen im Umgang mit dem Wagnerschen Werk hinwegtäuschen. Experimente, sofern sie in einem gewissen Rahmen blei...

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