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15.08.2019 / Feuilleton / Seite 11

Der bankrotte Planet

Fremde Welten erfinden: Ann Cottens Erzählband »Lyophilia«

Jakob Hayner

Es gibt Literatur, die durch reiche Phantastik, skurrile Erzählweisen und neuartige Sprache, also durch außergewöhnliche Kunsthaftigkeit auffällt. Die Werke der 1982 in Iowa (USA) geborenen, in Wien aufgewachsenen und in Berlin lebenden Schriftstellerin Ann Cotten gehören dazu. Schon in ihrem 2007 erschienenen Gedichtband »Fremdwörterbuchsonette« konnte man das bestaunen. 2013 folgte ein Band mit Erzählungen unter dem Titel »Der schaudernde Fächer«, der sich so las wie die Erlebnisse der Protagonisten – ein nächtlicher Streifzug im Wodkarausch durch von Halblicht durchflossene Großstädte. Es bleiben mehr starke Eindrücke und Bilder, weniger konkrete Abläufe und Handlungen.

Nun hat Cotten mit »Lyophilia« ein Buch vorgelegt, das sich in vielerlei Hinsicht den Kategorien entzieht, mit denen man Literatur gewöhnlich beschreibt. Die knapp über 450 Seiten umfassen mehrere Texte, die zwar lose miteinander verbunden sind, ohne aber zwingend zu erfordern, dass man...

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