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13.08.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Sprit zur Erntezeit

Kiew hat den Dieselimport aus Russland mit einer Sondersteuer belegt. Große Engpässe im September befürchtet

Reinhard Lauterbach

Der Sommer ist in der Ukraine traditionell eine Zeit, in der man als Dieselfahrer den Tank nie ganz leerfahren sollte. Es kann immer passieren, dass die entsprechende Zapfsäule nichts hergibt. Um diese Zeit rollen die Mähdrescher über die Felder, entsprechend steigt der gesamtwirtschaftliche Treibstoffbedarf. Die Landwirtschaft hat Vorrang. Wenn man es weiß, kann man damit aber leben.

Doch in diesem Jahr ist die Situation kritischer als sonst. Seit Juni ist in Russland der Export von Treibstoffen in die Ukraine genehmigungspflichtig. Zudem hat Moskau die Menge begrenzt. Die Antwort der Ukraine ließ nicht lange auf sich warten: Seit August erhebt Kiew seinerseits eine Sondersteuer auf den Import von Diesel aus Russland. Doch die Abhängigkeit ist groß: Etwa die Hälfte des Treibstoffs kommt von dort; rechnet man die Lieferungen aus Belarus hinzu, die ja auch aus russischem Rohöl hergestellt werden, sind es drei Viertel. Von Juli auf August haben sich die Die...

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