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13.08.2019 / Ausland / Seite 8

»Oft sind es Flüchtlinge, die sich untereinander helfen«

Seenotrettung von Migranten auf dem Mittelmeer weiterhin notwendig, weil europäische Staaten versagen. Gespräch mit Haidi Sadik

Carmela Negrete

Die Kapitänin Ihres Schiffes »Sea-Watch 3«, Carola Rackete, machte diesen Sommer Schlagzeilen, als die Crew im Juni 53 Menschen im Mittelmeer rettete und an der Küste von Italien in Sicherheit brachte. Wie ist der Stand der Ermittlungen, die die italienischen Behörden gegen sie eingeleitet hat?

Das Verfahren dauert an, ein endgültiges Ergebnis gibt es noch nicht. Carola hat Italien bekanntlich verlassen und ist etwas müde ob der medialen Aufmerksamkeit um ihre Person. Dazu muss man wissen: Dutzende von Menschen wurden und werden verfolgt, weil sie Menschen auf der Flucht geholfen haben. Auch mit denen zu sprechen würde sich lohnen. Das passiert nur seltener. Zudem sind es oft Flüchtlinge, die sich untereinander helfen. Aber die werden auch nicht gefragt.

Für viele läuft die Fluchtroute über Libyen. Die dortige »Küstenwache« attackierte in der Vergangenheit Rettungsboote. Wie stehen Sie zu der Forderung, Migranten aus dem Land per Flugkorridor nach Europa ...

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