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08.08.2019 / Thema / Seite 12

Roter Stern über Wien

Nach 1945 prägte die Sowjetunion zehn Jahre lang die Politik im Osten Österreichs

Christian Kaserer

Prominent und weithin sichtbar prangt bis heute das Wappen der Sowjetunion auf dem vergoldeten Schild eines Sowjetsoldaten mitten in der Wiener Innenstadt. Das sogenannte Russendenkmal am südlichen Teil des Schwarzenbergplatzes – früher Stalinplatz genannt – ist das wohl bekannteste Überbleibsel der sowjetischen Besatzungszeit in Österreich. Weitere Spuren im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung haben die zehn Jahre von 1945 bis 1955, in denen Österreich von den alliierten Streikräften der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion besetzt war, allerdings kaum hinterlassen. Wenn überhaupt, so sind wohl noch die gängigen auf »die Russen« gemünzten Klischees von Diebstahl, Entführung und Vergewaltigung in den Köpfen der Menschen präsent. Vorfälle dieser Art gab es, doch eben nicht wie oft behauptet nur in der Sowjetischen Besatzungszone, sondern in allen vier Zonen. Eine sachliche Beschäftigung mit der Besatzungszeit, insbesondere der sowjetisc...

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