Gegründet 1947 Sa. / So., 18. / 19. Januar 2020, Nr. 15
Die junge Welt wird von 2218 GenossInnen herausgegeben
08.08.2019 / Inland / Seite 2

»Das war Zensur durch die Hintertür«

Nach Verbot des Mezopotamien-Verlags bringt Solidaritätsprojekt wieder Werke der kurdischen Bewegung heraus. Ein Gespräch mit Esther Winkelmann

Gitta Düperthal

Nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, das Verbot des kurdischen Mezopotamien-Verlags im Februar 2019 durchsetzte (siehe jW vom 13.2.), wurde das Solidaritätsprojekt »Edition Mezopotamya« ins Leben gerufen. Wie kam es dazu?

Bereits im März 2018 hatte es eine dreitägige Hausdurchsuchung im Mezopotamien-Verlag im nordrhein-westfälischen Neuss gegeben sowie im benachbarten MIR-Musikvertrieb. Tonnenweise Bücher und Material wurden beschlagnahmt und auf Lkw abtransportiert. Als Seehofer Anfang 2019 ein Verbot des Buchverlags und des Musikvertriebs erließ – mit dem Vorwurf, sie wären Teilorganisationen der PKK –, wurde erneut beschlagnahmt, was wieder oder noch vorhanden war. Das war Zensur durch die Hintertür.

Die interessierte Leserschaft kommt nun nicht mehr an die Bücher, obgleich sie nicht verboten sind. Daher wollen wir zumindest d...

Artikel-Länge: 4063 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €