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07.08.2019 / Antifa / Seite 15

Christin und Genossin

Zum 75. Todestag der antifaschistischen Widerstandskämpferin Maria Grollmuß. Die sorbische Kommunistin starb im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Peter Wittig

Am 6. August 1944 wagen die Gefangenen des größten nazistischen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück (siehe jW vom 6.2.) eine außergewöhnliche Würdigung. Im Krankenrevier starb Häftling »Nr. 5364« Maria Grollmuß. Die Kameradinnen bahren sie auf, plündern die akkuraten Rabatten vor den Baracken und bedecken die Tote mit Blumen. Grollmuß war Christin. Grollmuß war Genossin. Ihre Freundin und Kampfgefährtin Ruth Seydewitz nannte sie »die Volksfront in Person«. Grollmuß war Sorbin: Marja Grólmusec lautet ihr Name in der Sprache des kleinsten Slawenvolkes. Grollmuß war Internationalistin: Ihre polnischen, tschechischen und französischen Ravensbrücker Kameradinnen haben das bezeugt.

Ihr Vater, Sohn armer Leute aus dem sorbischen Radibor im sächsischen Landkreis Bautzen, ist Schuldirektor in Leipzig, als sie dort am 24. April 1896 geboren wird. Die Novembe...

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