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06.08.2019 / Ausland / Seite 6

Selektive Entschädigung

Niederländische Bahngesellschaft kommt finanziell für Nazikollaboration auf. Widerstandskämpfer ohne Anspruch

Gerrit Hoekman

Seit dem gestrigen Montag können ehemalige Inhaftierte des Durchgangslagers Westerbork sowie ihre Nachkommen bei der niederländischen Eisenbahngesellschaft »Nederlandse Spoorwegen« eine finanzielle Entschädigung geltend machen. Allerdings akzeptiert die Bahn nur Anträge von Juden, Sinti und Roma. Angehörige von im Widerstand (auf Niederländisch »Verzet«) Aktiven gehen leer aus.

Die Nederlandse Spoorwegen hatten den Nazis während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg Transportmittel für mehr als 100.000 Deportierte zur Verfügung gestellt, die mit Zügen nach Westerbork oder andere Zwischenlager in den Niederlanden verschleppt wurden. Von dort aus ging es dann in die deutschen Vernichtungslager. Die Bahn erhielt dafür von den Nazis umgerechnet 2,5 Millionen Euro.

Die meisten der Deportierten waren Juden wie Anne Frank, die später von Westerbork nach Bergen-Belsen gebracht und dort umgebracht wurde. Aber eben nicht nur: »Im Krieg sind Tausende Widersta...

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