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26.07.2019 / Ausland / Seite 6

Ein Satz wie ein Todesurteil

Tag 17 (17. Juli): Trotz Krieg in Libyen werden Migranten in das Land zurückgebracht

Valerio Nicolosi, TPI

»Heute um 13 Uhr wurde das ›Alarm Phone‹ über ein Boot informiert, das in Schwierigkeiten steckte. Es hatte gestern abend um 22 Uhr mit 54 Personen an Bord, einschließlich Frauen und Kinder, von Sawija in Libyen abgelegt.« So lautete der Tweet der Organisation »Alarm Phone«, die Notrufe von Migranten auf dem Meer empfängt und sofort die Behörden informiert. »Die Verbindung zum Boot wurde unterbrochen, bevor wir genauere Informationen einholen konnten. Daher haben wir die Behörden nicht informieren können. Um 23 Uhr wurden wir davon unterrichtet, dass die sogenannte libysche Küstenwache das Boot abgefangen hat. Wir verurteilen derartige Zurückweisungen in Kriegsgebiete!« so der nächste Tweet.

Vor etwa einem Jahr befand ich mich schon einmal an Bord der »Open Arms«, und nach zwei Wochen Patrouillenfahrt, während der alles ruhig blieb (von wegen »Pull-Effekt«), wurden uns an einem einzigen Tag gleich vier Schlauchboote gemeldet, die am Vorabend von der libys...

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