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24.07.2019 / Ausland / Seite 7

Eigenlob und Selbstkritik

Verspätet und doppelt so lang: Rede des philippinischen Präsidenten Duterte. Proteste im ganzen Land

Rainer Werning

Es ist ein Ritual, dass der Präsident der Republik der Philippinen jedes Jahr Mitte Juli in seiner Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, kurz: SONA) über die aktuelle Lage des Inselstaates berichtet. Gewöhnlich fällt diese Rede mit der Wiederaufnahme der gemeinsamen Sitzungen des Repräsentantenhauses und des Senats zusammen und stellt gemäß der Verfassung des Landes aus dem Jahre 1987 eine präsidiale Verpflichtung dar.

93 Minuten, doppelt so lang wie ursprünglich geplant, dauerte die Rede des seit Ende Juni 2016 amtierenden Präsidenten Rodrigo Duterte, die er am Montag nachmittag mit gut einstündiger Verspätung hielt. Er schaffte es diesmal, nahezu ganz ohne seine Lieblingsfloskeln »Hurensohn« und »Ich töte dich« auszukommen. Diese seien, so wird Dutertes Rechtsberater und Pressesprecher Salvador Panelo nicht müde zu betonen, lediglich metaphorisch gemeint.

Vor seiner Ansprache hatte der Präsident zudem einen weiteren Erfolg (nach dem übe...

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